Das Tarnsystem der Bakterien überlisten
MHH-Biochemiker forscht an Alternativen zu Antibiotika und erhält zwei Millionen Euro von der Europäischen Union.
MHH-Biochemiker forscht an Alternativen zu Antibiotika und erhält zwei Millionen Euro von der Europäischen Union.
Im Projekt MIGRATe wird Professor Dr. James Thackeray, Molekularmediziner an der Klinik für Nuklearmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), nicht-invasive molekulare Bildgebungsansätze erforschen. Ziel ist es, entzündliche Zellen und die Aktivierung von Fibroblasten im Herzen und in den mit ihm verbundenen Netzwerkorganen zu untersuchen und so gezielte therapeutische Eingriffe präzise zu steuern. Das soll einer besseren Therapie nach einem Herzinfarkt dienen.
Die akute myeloische Leukämie (AML) und die chronische lymphatische Leukämie (CLL) gehören zu den häufigsten Blutkrebsformen im Erwachsenenalter. Je nach Krankheitsstadium erhalten Betroffene eine Chemotherapie, Immuntherapie oder eine Stammzelltransplantation. Ob die Leukämie sehr gut auf die Therapie anspricht, lässt sich schon früh im Behandlungsverlauf mit Hilfe der sogenannten messbaren Resterkrankung (Measurable residual disease, MRD) bestimmen.
Etwa 40 Prozent der Menschen in Deutschland haben eine oder mehrere chronische Erkrankungen. Viele benötigen eine permanente fachärztliche Betreuung und müssen sich regelmäßig persönlich in der Praxis vorstellen. Dabei sind Blutuntersuchungen häufig der einzige Grund für den Termin. Gerade in ländlichen Gebieten, wo die Praxen nicht selten weit entfernt vom Wohnort liegen und eine längere Anreise erfordern, ist das problematisch.
Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) gehören zur ersten Verteidigungslinie unseres Immunsystems. Sie beseitigen von Viren befallene Zellen und Tumorzellen. Das macht NK-Zellen zu interessanten Helfern in der Krebstherapie. Professor Dr. Dr. Axel Schambach, Leiter des Instituts für Experimentelle Hämatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), möchte die Immunzellen genetisch so verändern, dass sie die Tumorzellen noch sicherer aufspüren und erfolgreicher zerstören.
Arzneimittel, die gespritzt werden, müssen im Rahmen ihrer Herstellung und Freigabe kontinuierlich auf Verunreinigungen getestet werden, da diese Fieber oder sogar eine Blutvergiftung verursachen können. Bisher geschieht dies meist mit Tierversuchen, Tierprodukten oder mit dem sogenannten Monozyten-Aktivierungstest (MAT).